Gingivitis - Vorstufe der Parodonotitis (Parodontose) Therapie in Mönchengladbach

Fachbereiche

Parodontologie - Gingivitis

Die Gingivitis beschreibt die Entzündung des Zahnfleisches. Diese kann sowohl plaquebedingt als auch nicht-plaqubedingt auftreten. Die nicht-plaquebedingte Gingivitis kommt erheblich seltener vor. Gewöhnlich geht die Gingivitis der Parodontitis voraus. Der Zustand der Gingivitis kann Jahre bestehen, bevor sich eine Parodontitis daraus entwickelt.

Die Entwicklung der plaquebedingten Gingivitis lässt sich in verschiedene Stadien unterteilen; initiale-, etablierte-, sowie fortgeschrittene Läsion.

Initiale Gingivitis
In der Phase der frühen Läsion sind erste Gewebsschäden zu beobachten. Pathogene Bakterien scheiden Enzyme, Toxine sowie weitere Stoffwechselprodukte aus, welche das gingivale Bindegewebe abbauen. Weiterhin sind vermehrt Zellen der Immunabwehr vorzufinden (Lymphozyten und Makrophagen). Erste Entzündungszeichen werden klinisch sichtbar wie dauerhafte Rötung, Schwellung und Zahnfleischbluten.

Chronische Gingivitis
Die etablierte Läsion ist bereits die chronische Form der Gingivitis. Sie ist an das Vorfinden subgingivaler Plaque gebunden. Oft kann die einsetzende Ausbildung einer gingivalen Tasche beobachtet werden.

Die initiale ist von der etablierten Läsion klinisch kaum unterscheidbar. Bei optimaler Mundhygiene sind die ersten Phasen der Gingivitis vollständig reversibel.

Die fortgeschrittene Läsion bezeichnet den Übergang von der chronischen Gingivitis zur Parodontitis. Der Gewebeabbau beschränkt sich nunmehr nicht auf die Gingiva, sondern bezieht auch den Knochen mit ein. Es liegen parodontale Taschen vor, die dem bakteriellen Material das weitere Vordringen zwischen Zahn und Knochen ermöglichen. Der Knochen wird sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung abgebaut. Es kann zur Ausbildung von Knochentaschen kommen.

Plaque bedingte Gingivitis
Die Plaque bedingte Gingivitis kann systemisch oder medikamentös verstärkt sein. Hormonelle Umstellungen wie z.B. in der Schwangerschaft oder in der Pubertät können ebenso einen verstärkenden Effekt haben. Außerdem können Erkrankungen wie Diabetes oder Leukämie die Entstehung der Gingivitis begünstigen.

nicht Plaque bedingte Gingivitis
Die nicht Plaque induzierte Gingivitis tritt meist als Symptom einer Bakteriellen-, Virus- oder Pilzinfektion sowie als Folge von Autoimmunerkrankungen auf. Weiterhin können auch Allergien auf bestimmte Materialien oder Medikamente sowie Traumata durch mechanische Verletzung (z.B überkonturierte Kronenränder) zur Entstehung der Gingivitis beitragen.

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