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Prophylaxe – Professionelle Zahnreinigung in Mönchengladbach

Prophylaxe Mönchengladbach

Strahlende und gepflegte Zähne und eine sorgfältige Mundhygiene sind wichtig für ein sympathisches Erscheinungsbild und hängen gleichzeitig eng mit der Gesundheit unseres ganzen Körpers zusammen. Unter dem Begriff der zahnmedizinischen Prophylaxe werden vorbeugende und kurative Maßnahmen gegen Entzündungen an Zahn, Zahnfleisch und Zahnhalteapparat zusammengefasst. Sie setzt sich aus der täglichen häuslichen Zahnpflege und der professionellen Zahnreinigung (PZR) bei Ihrem Zahnarzt zusammen.

Regelmäßiges Zähneputzen reicht bei der Vorbeugung gegen Karies und Parodontitis allein nicht aus. Nur eine professionelle Zahnpflege vermag sämtliche weiche und auch harte Beläge sowie Bakterien effektiv zu beseitigen. Eine Kombination aus beidem – häuslicher Zahnpflege und der Prophylaxe durch das Prophylaxe-Team Ihres Zahnarztes – legt den Grundstein für langfristig gesunde und schöne Zähne.

Karies und Parodontitis (Entzündungen des Zahnhalteapparates) gehören zu den am weitesten verbreiteten Erkrankungen überhaupt. Dauerhaft kranke Zähne oder krankes Zahnfleisch haben nachweislich negative Folgen für den gesamten Organismus: Das Herzinfarktrisiko steigt um das Dreifache, bestehender Diabetes mellitus wird verschlechtert, und unbehandelte Parodontitis ist mit erhöhtem Frühgeburtsrisiko assoziiert. Laut Fünfter Deutscher Mundgesundheitsstudie (DMS V) leiden 73,2 % der Erwachsenen an einer behandlungsbedürftigen Parodontitis.

Biofilm – die Ursache aller Zahnerkrankungen

Karies und Parodontitis haben dieselbe Ursache: oralen Biofilm. Innerhalb von 4–8 Stunden nach dem Zähneputzen bildet sich auf allen Zahnflächen ein strukturierter Bakterienfilm (Plaque), der nach ca. 48 Stunden mineralisiert und zu Zahnstein verhärtet. Die im Biofilm lebenden Bakterien produzieren organische Säuren, die den Zahnschmelz demineralisieren (Kariesentstehung), sowie Endotoxine, die eine Entzündungsreaktion im Zahnhalteapparat auslösen (Parodontitis). Besonders kritisch ist der subgingivale Biofilm unterhalb des Zahnfleischrands: Er ist mit der Zahnbürste grundsätzlich nicht erreichbar und kann nur durch professionelle Instrumente entfernt werden. Selbst optimale häusliche Hygiene kann eine regelmäßige professionelle Reinigung deshalb nicht ersetzen.

Professionelle Zahnreinigung (PZR) – Ablauf

Die PZR folgt einem standardisierten klinischen Protokoll in vier Schritten:

  1. Befunderhebung: Sondierung der Zahnfleischtaschen, Ermittlung des Blutungsindex (BOP – Bleeding on Probing) und des Parodontalscreening-Index (PSI) als Grundlage für das individuelle Recall-Intervall.
  2. Zahnsteinentfernung: Harte mineralische Beläge (Zahnstein) werden mit Ultraschall-Scalern und feinen Handinstrumenten (Gracey-Küretten) entfernt – sowohl supra- als auch subgingival.
  3. Biofilm-Entfernung (Air-Polishing): Weiche Beläge und Verfärbungen werden mit einem Pulverstrahl-Gerät (z. B. AIRFLOW®) mit Erythritol-Pulver schonend abgestrahlt. Die Methode ist schmerzarm, schont den Zahnschmelz und erreicht auch Stellen, die mit Instrumenten schwer zugänglich sind.
  4. Fluoridierung: Abschließend werden die Zahnflächen mit einem hochkonzentrierten Fluoridgel oder -lack behandelt, um den Zahnschmelz zu remineralisieren und widerstandsfähiger zu machen.

Guided Biofilm Therapy (GBT) und AirFlow

Guided Biofilm Therapy (GBT) ist ein systematisches, evidenzbasiertes Prophylaxeprotokoll des Herstellers EMS (Nyon), das wir in unserer Praxis einsetzen. Der Kern von GBT ist die vollständige Visualisierung und gezielte Entfernung von Biofilm: Zunächst wird der Biofilm mit einer Revelatorlösung angefärbt, um seine Verteilung sichtbar zu machen. Anschließend erfolgt die supragin gingivale Biofilm-Entfernung mit dem AIRFLOW® (Erythritol-Pulver, minimalabrasiv), die subgingivale Reinigung bis 4 mm Taschentiefe mit dem PERIOFLOW®-Ansatz sowie die Zahnsteinentfernung mit dem PIEZON® PS-Scaler (berührungsarme Ultraschalltechnik). Studien belegen gegenüber konventioneller PZR eine signifikant höhere Patientenzufriedenheit, kürzere Behandlungszeit und bessere Ergebnisse bei der Biofilmentfernung in schwer zugänglichen Bereichen.

Recall – das individuelle Prophylaxeintervall

Die pauschale Empfehlung „zweimal jährlich" gilt für Patienten mit nachweislich niedrigem Karies- und Parodontitisrisiko. In der Praxis ist das Recall-Intervall jedoch individuell festzulegen: Patienten nach abgeschlossener Parodontitistherapie, mit Implantatversorgung, aktiv Rauchende, Diabetiker sowie Patienten mit genetischer Parodontitisdisposition benötigen 3- bis 4-monatige Intervalle im Rahmen der Unterstützenden Parodontitistherapie (UPT). Die Intervallfestlegung richtet sich nach dem BOP-Wert (optimales Ziel: ≤ 10 %), der Resttaschentiefe und dem individuellen Risikoprofil. Unser Prophylaxe-Team legt Ihr Recallintervall nach jeder Sitzung gemeinsam mit Ihnen fest.

Prophylaxe für Implantatpatienten

Implantatpatienten benötigen eine spezialisierte Implantat-PZR, die sich von der konventionellen Zahnreinigung unterscheidet: Anstelle von Metallküretten werden Kunststoff- oder Kohlefaserskaler eingesetzt, um die empfindliche Titanoberfläche des Implantats nicht zu beschädigen. Bei verschraubten Suprakonstruktionen (Kronen, Brücken) kann die Prothetik für eine vollständige Reinigung des Implantat-Abutments abgeschraubt werden. Eine konsequente Implantat-Nachsorge alle 3–4 Monate ist die wirksamste Prävention gegen Periimplantitis – die häufigste Langzeitkomplikation bei Implantaten. Mehr zu Implantaten und deren Versorgung finden Sie auf unserer Implantologie-Seite.

Schwangerenprophylaxe

Während der Schwangerschaft begünstigen veränderte Hormonspiegel eine verstärkte gingivale Entzündungsreaktion auf Plaque (Schwangerschaftsgingivitis). Klinische Studien zeigen eine Assoziation zwischen unbehandelter Parodontitis in der Schwangerschaft und erhöhtem Risiko für Frühgeburt sowie niedrigem Geburtsgewicht. Prophylaxeuntersuchungen und eine schonende PZR sind ab dem zweiten Trimester unbedenklich und ausdrücklich empfehlenswert. Mehr dazu auf unserer Seite zur Schwangerenprophylaxe.

Kinderprophylaxe

Prophylaxe beginnt mit dem ersten Milchzahn. Frühzeitige Fluoridierungsmaßnahmen, Fissurenversiegelungen der Molaren und altersgerechte Mundhygieneinstruktionen legen den Grundstein für kariesfreie bleibende Zähne. Die Kassenzahnärztlichen Vereinigungen bezuschussen Prophylaxeleistungen für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre. Mehr zu unseren Angeboten für junge Patienten auf unserer Seite zur Kinderprophylaxe.

Zwei Säulen der Prophylaxe

Zahnprophylaxe beruht auf zwei Säulen:
1. Optimale eigene Mundhygiene
Zwei Mal täglich Zähneputzen (elektrische oder manuelle Bürste) und tägliche Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Interdentalbürsten. Mundspülungen mit antibakterieller Wirkung können ergänzend eingesetzt werden. Die Auswahl der passenden Mundhygieneartikel ist eine individuelle Entscheidung – wir beraten Sie gerne.

2. Regelmäßige professionelle Zahnreinigung
Zweimal jährlich (bei erhöhtem Risiko 3–4× jährlich) für die vollständige Entfernung aller Biofilm- und Zahnsteinablagerungen, die häuslich nicht erreichbar sind. Gönnten Sie sich diese Präventionsmaßnahme für langfristig gesunde Zähne und einen gesunden Körper.

Ihr Prophylaxe-Team in Mönchengladbach

Unsere spezialisierten Dentalhygienikerinnen und ZMP-Fachkräfte führen alle Prophylaxeleistungen durch. Für komplexe parodontale Situationen oder die Betreuung nach Parodontitistherapie stehen unsere Zahnärzte ergänzend zur Verfügung. Unsere Prophylaxe-Praxen finden Sie an allen unseren Standorten in Mönchengladbach.