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Ein Zahnimplantat ersetzt die verloren gegangene Zahnwurzel dauerhaft im Kieferknochen und ermöglicht so eine festsitzende Versorgung mit Krone, Brücke oder Prothese. Anders als eine herkömmliche Brücke bleibt das umliegende gesunde Zahngewebe dabei vollständig unangetastet. Unsere Implantologen in Mönchengladbach begleiten Sie von der ersten Röntgendiagnostik bis zur abschließenden Eingliederung des Zahnersatzes. Bei ausgedehntem Zahnverlust oder zahnlosem Kiefer steht Ihnen unser All-on-4-Konzept als festsitzende Sofortversorgung zur Verfügung.
Zahnimplantate sind kleine Schrauben aus Titan oder Zirkonoxid, die chirurgisch in den Kieferknochen eingebracht werden und dort die Funktion einer Zahnwurzel übernehmen. Auf diesem Fundament wird nach abgeschlossener Einheilung ein Aufbauteil (Abutment) befestigt, das die spätere Zahnkrone oder Brücke trägt. Titan ist seit mehr als 30 Jahren klinisch erprobt und gilt als Goldstandard; Zirkonoxidimplantate bieten eine metallfreie Alternative für Patienten mit besonderer Sensibilität.
Der Schlüssel zum Langzeiterfolg eines Implantats ist die Osseointegration: der biologische Prozess, bei dem die Knochenzellen direkt an die mikrostrukturierte Oberfläche des Titanimplantats anwachsen und eine stabile Verbindung ohne Bindegewebsschicht bilden. Dieser Vorgang dauert im Oberkiefer in der Regel acht bis zehn Wochen, im dichteren Unterkieferknochen zehn bis zwölf Wochen. Moderne Implantatoberflächen sind sandgestrahlt und säuregeätzt (SLA) oder mit Kalziumphosphat beschichtet, um die Knochenapposition zu beschleunigen und die Einheilrate zu steigern. Während der Einheilphase sind regelmäßige Kontrolltermine vorgesehen, um den Heilungsverlauf röntgenologisch zu dokumentieren.
Die große Mehrheit der weltweit gesetzten Implantate besteht aus Reintitan der Klasse 4 oder Titan-Zirkon-Legierungen. Das Material ist gewebeverträglich, korrosionsbeständig und kann durch den Knochen vollständig besiedelt werden. Publizierte Langzeitstudien belegen Überlebensraten von mehr als 95 % über zehn Jahre bei regelrechter Nachsorge. Zirkonoxidimplantate bestehen aus weißer Hochleistungskeramik und erzeugen keinen grauen Schimmer am Zahnfleischrand – ein Vorteil vor allem im ästhetisch sichtbaren Frontzahnbereich. Die klinischen Daten für Zirkonoxid sind kürzer verfügbar, zeigen jedoch vergleichbare mittelfristige Erfolgsraten. Welches Material für Ihre Situation geeignet ist, besprechen wir mit Ihnen im Rahmen der individuellen Behandlungsplanung.
Der erste Schritt ist eine ausführliche Diagnostik. Neben der klinischen Untersuchung erstellen wir digitale Röntgenaufnahmen und – bei komplexeren Situationen – eine dreidimensionale Röntgenaufnahme (DVT). Auf dieser Grundlage lässt sich die Knochenhöhe und -breite exakt vermessen, die Implantatposition virtuell planen und der voraussichtliche Behandlungsablauf mit realistischem Zeitplan besprechen.
Fehlt ausreichend Knochenvolumen für eine regelrechte Implantatverankerung, sind augmentative Maßnahmen vor oder gleichzeitig mit der Implantatinsertion erforderlich. Im Bereich des Oberkiefer-Seitenbereichs wird häufig ein Sinuslift durchgeführt: Dabei wird die Kieferhöhlenmembran (Schneiderian-Membran) angehoben und der entstandene Raum mit Knochenersatzmaterial aufgefüllt. Bei geringem Höhenverlust von ein bis drei Millimetern ist ein minimalinvasiver transalveolärer Sinuslift (durch die Implantatbohrung) möglich; bei größeren Defiziten wird die laterale Fenstermethode angewandt, die eine Einheilzeit von vier bis sechs Monaten vor der Implantatinsertion erfordert. Bei lokalisierten Knochendefekten außerhalb des Sinusbereichs – etwa nach Zahnextraktion – kommen Eigenknochen, xenogenes Knochenersatzmaterial (boviner Ursprung) oder alloplastische Granulate in Kombination mit Kollagenmembranen zum Einsatz (gesteuerte Knochenregeneration, GKR). Ihre individuelle Ausgangssituation bestimmt, welche Methode für Sie geeignet ist.
Das Einsetzen des Implantats erfolgt unter lokaler Betäubung, sodass Sie während des Eingriffs keine Schmerzen verspüren. Unsere Zahnärzte setzen das Implantat präzise in den Kieferknochen ein, wo es als künstliche Zahnwurzel dient. Nach dem Einsetzen beginnt die Einheilphase, in der das Implantat durch Osseointegration fest mit dem Knochen verwächst.
Die Einheilphase dauert je nach Knochenqualität und Lokalisation acht bis zwölf Wochen. In dieser Zeit sind Kontrolltermine vorgesehen, bei denen wir den Heilungsverlauf klinisch und bei Bedarf röntgenologisch überprüfen. Eine provisorische Versorgung stellt sicher, dass Sie zu keinem Zeitpunkt mit einer unversorgten Zahnlücke die Praxis verlassen müssen.
Nach abgeschlossener Osseointegration wird das Abutment auf dem Implantat befestigt und der individuell gefertigte Zahnersatz eingegliedert. Krone, Brücke oder implantatgetragene Prothese werden in unserem zahntechnischen Labor nach digitalen Abformungen hergestellt und sowohl funktionell als auch ästhetisch auf Ihre verbleibenden Zähne abgestimmt.
Damit Ihre Zahnimplantate lange halten, ist eine sorgfältige Nachsorge und regelmäßige Pflege unerlässlich. Unsere Zahnärzte geben Ihnen genaue Hinweise zur häuslichen Mundhygiene und empfehlen regelmäßige Kontrolluntersuchungen. Eine professionelle Implantatreinigung (PZR) drei- bis viermal jährlich ist fester Bestandteil der Implantologie-Nachsorge – diese führen wir im Rahmen unserer Prophylaxe durch.
Die Periimplantitis ist eine bakterielle Entzündung des Knochens und Weichgewebes rund um ein eingeheiltes Implantat – vergleichbar mit der Parodontitis am natürlichen Zahn, jedoch in vielen Fällen schneller voranschreitend. Klinische Studien zeigen, dass je nach Population zwischen 10 und 20 % der gesetzten Implantate über einen Zeitraum von zehn Jahren von einer Periimplantitis betroffen sind. Zu den wesentlichen Risikofaktoren zählen eine vorangegangene unbehandelte Parodontitis, aktives Rauchen, schlecht eingestellter Diabetes mellitus sowie mangelhafte häusliche Mundhygiene. Im Frühstadium ist die Periimplantitis meist beschwerdefrei; charakteristische Zeichen sind eine Rötung und Blutung des Zahnfleischsaums beim Sondieren sowie beginnender Knochenabbau im Röntgenbild. Regelmäßige Kontrolltermine ermöglichen eine frühzeitige Diagnose, bei der nichtchirurgische Maßnahmen wie die maschinelle Implantatreinigung und antiseptische Spülungen häufig ausreichen. Fortgeschrittene Fälle erfordern eine chirurgische Therapie mit Resektion des infizierten Gewebes und ggf. augmentativer Rekonstruktion des verlorenen Knochens. Der beste Schutz vor einer Periimplantitis ist eine konsequente, professionell begleitete Nachsorge.
Die Kosten für Zahnimplantate können je nach individuellem Fall variieren. Faktoren wie die Anzahl der benötigten Implantate, der Zustand des Kieferknochens und der gewählte Zahnersatz spielen eine Rolle bei der Preisgestaltung. Unsere Zahnärzte erstellen Ihnen einen detaillierten Kostenvoranschlag und besprechen verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten mit Ihnen.
Unsere Praxis bietet flexible Finanzierungsmöglichkeiten an, um Ihnen die Behandlung zu erleichtern. Sprechen Sie mit unseren Zahnärzten über Ratenzahlungen oder spezielle Finanzierungsprogramme. Zudem lohnt es sich, bei Ihrer Krankenkasse nachzufragen, ob und in welchem Umfang die Kosten für Zahnimplantate übernommen werden.
Zahnimplantate haben eine sehr hohe Erfolgsrate. Bei sorgfältiger Planung und Durchführung durch unsere erfahrenen Zahnärzte beträgt die Erfolgsrate über 95 %. Eine gute Mundhygiene und regelmäßige Kontrolluntersuchungen tragen dazu bei, die Erfolgsaussichten weiter zu erhöhen.
Wie bei jedem chirurgischen Eingriff können auch bei der Implantatinsertion Schmerzen, vorübergehende Schwellungen oder Nachblutungen auftreten. Seltenere Komplikationen umfassen eine verzögerte Wundheilung, Nervensensationen im Unterkiefer bei zu geringem Abstand zum Nervkanal sowie – in sehr seltenen Fällen – eine primäre Abstoßung des Implantats. Durch die dreidimensionale Vorplanung und die standardisierte Operationstechnik lassen sich diese Risiken minimieren. Unsere Zahnärzte informieren Sie vor dem Eingriff ausführlich über mögliche Komplikationen und den genauen Ablauf.
Eine gründliche Mundhygiene ist entscheidend für den langfristigen Erfolg von Zahnimplantaten. Putzen Sie Ihre Zähne mindestens zweimal täglich und verwenden Sie Zahnseide oder Interdentalbürsten, um die Zwischenräume zu reinigen. Mundspülungen mit antibakterieller Wirkung können ergänzend eingesetzt werden.
Besuchen Sie regelmäßig unsere Praxis zur Kontrolle und professionellen Implantatreinigung. Unsere Zahnärzte überprüfen den Zustand Ihrer Implantate klinisch und röntgenologisch und ergreifen bei ersten Anzeichen einer Periimplantitis frühzeitig die notwendigen Maßnahmen.
Auch ältere Patienten können von Zahnimplantaten profitieren. Mit zunehmendem Alter kann es zu Zahnverlust kommen, und Implantate bieten eine stabile und ästhetische Lösung, um die Lebensqualität zu verbessern. Unsere Zahnärzte informieren Sie über die speziellen Anforderungen und Möglichkeiten für ältere Patienten.
Patienten mit gut eingestelltem Diabetes mellitus können erfolgreich mit Implantaten versorgt werden. Voraussetzung ist ein HbA1c-Wert im Zielbereich sowie eine konsequente häusliche Mundhygiene. Da Diabetes die Immunantwort und die Wundheilung beeinflusst, planen wir die Behandlung in enger Abstimmung mit Ihrem behandelnden Arzt und legen kürzere Nachsorgeintervalle fest.
Rauchen erhöht das Risiko für Implantatverlust und Periimplantitis signifikant, da Nikotin die periimplantäre Durchblutung reduziert und die immunologische Abwehr am Knochen schwächt. Dennoch können auch Raucher unter bestimmten Voraussetzungen mit Implantaten versorgt werden. Wir besprechen mit Ihnen, wie Sie durch eine Rauchpause vor und nach dem Eingriff das Risiko deutlich senken können.
Unser Spezialist für Implantologie und Oralchirurgie ist Dr. med. dent. Bernd Quantius, Master of Science Implantologie. Dr. Quantius begann seine implantologische Tätigkeit bereits 1991 und war von 2006 bis 2018 Implantologie-Gutachter der KZV Nordrhein. Er ist spezialisiert auf komplexe Implantat-Versorgungen einschließlich Knochenaufbau, All-on-4 und Zygoma-Implantate und steht Ihnen an unseren Standorten Wickrath und Nordpark zur Verfügung.
Die beste Lösung einen verlorengegangenen Zahn zu ersetzen ist das Implantat. Das Implantat gibt der Zahnkrone festen Halt im Kiefer und kommt der natürlichen Zahnwurzel am nächsten. Der Aufbau und die Form sind dem natürlichen Zahn nachempfunden und ermöglichen ebenfalls eine optimale Reinigung und Mundhygiene. Das Implantat hat dabei nicht die Nachteile der alternativen Versorgungsmöglichkeiten, die häufig die Nachbarzähne mit einbeziehen und diese belasten können.
Ein einzelnes Implantat kostet zwischen 1200,- EUR und 1800,- EUR. Die Kosten setzen sich aus dem zahnärztlichen Material und dem zahnärztlichen Honorar zusammen. Im Anschluss an das Einsetzen des Implantates muss dieses mit Zahnersatz versorgt werden. Die Kosten für den Zahnersatz richten sich nach der Patientensituation und dem verwendeten Material. Sie können bis zu 1000,- EUR betragen.
Die Kosten eines Implantates mit Zahnkrone setzen sich aus drei unterschiedlichen Kostenarten zusammen:
- Das zahnärztliche Material
- Das zahnärztliche Honorar
- Die zahntechnische Laborleistung
Das zahnärztliche Material beinhaltet das eigentliche Implantat und eine Vielzahl an Form- und Kleinteilen, die für das Einsetzen und die Funktion erforderlich sind.
Das zahnärztliche Honorar umfasst das Einbringen des Implantats in den Knochen und die Nachsorge bis zur vollständigen Ausheilung. Nach der Ausheilung wird das Implantat mit einer Zahnkrone versorgt. Für die Vorbereitung des Zahnfleischs, die Abformung und das Befestigen der Zahnkrone aus dem deutschen Meisterlabor fällt ebenfalls zahnärztliches Honorar an.
Zur zahntechnischen Laborleistung zählt die Herstellung der Zahnkrone und dem individuell hergestellten Verbindungselement zwischen Implantat und Zahnkrone (das Abutment) in unserem zahntechnischen Meisterlabor.
Die Versorgung einer Zahnlücke mit einem Implantat (zahnärztliche Leistung) wird nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) abgerechnet.
Implantate sind in der Regel keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Implantate zählen zu den Privatleistungen. Die Krankenkasse bezahlt Implantate nur in absoluten Ausnahmefällen, z.B. nach Unfällen, Tumorerkrankungen im Kiefer Bereich usw.
Die tägliche Pflege des Implantats zu Hause wird 3-4 mal im Jahr durch eine Individualprophylaxe (PZR) in der Praxis unterstützt. Den einwandfreien Zustand des Implantats und den umliegenden Knochen sichern wir durch regelmäßige Kontrollaufnahmen ab. Bei diesen Leistungen handelt es sich jeweils um private Leistungen, die nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden.
Für das Setzen eines Implantats müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein: Es muss genügend Knochen vorhanden sein. Auch der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten muss eine Implantation zulassen. In einem persönlichen Beratungsgespräch mit einem unserer Implantologen erörtern wir Ihre individuelle Situation gemeinsam und besprechen alle Ihre Fragen.
Im zahnlosen Kiefer muss eine Prothese alleine durch Saugkraft halten. Implantate sind hier die einzige Möglichkeit eine Prothese wieder fest zu verankern. In unserer Praxis versorgen wir Patienten mit zahnlosen Kiefern an einem Tag mit Implantaten und festsitzenden Zähnen – mehr dazu auf unserer All-on-4-Seite.
Nach dem Setzen des Implantats heilt dieses in der Regel 8-12 Wochen in den Kieferknochen ein. Im Unterkiefer dauert die Einheilung aufgrund des festeren Knochens etwas länger als im Oberkiefer. Nach der Einheilung des Implantats wird die Schleimhaut für die Aufnahme einer Zahnkrone vorbereitet. Nach etwa einem weiteren Monat kann der Zahnersatz vollständig eingesetzt sein.
Die Operationsdauer ist abhängig von der Anzahl der Implantate die gesetzt werden. Für eine Implantat Setzung sollte man mit mind. 1-2 Std Praxisaufenthalt rechnen.
Sie müssen zu keinem Zeitpunkt der Behandlung mit einer Zahnlücke oder ohne eine Versorgung die Praxis verlassen. Es besteht die Möglichkeit sie in jeder Phase des Zahnverlusts mit einem Provisorium zu versorgen. Dies kann z.B. durch eine Kunststoffprothese geschehen. Welche Lösung genau für Sie in Frage kommt besprechen wir gerne mit Ihnen.
Die Operation sollte durch unsere Anästhesie komplett schmerzfrei stattfinden. Ein gewisses Druckgefühl im Operationsgebiet, jedoch ohne Schmerzen, ist ein normales Gefühl während der Operation. Nach der Operation kann es zu Wundheilungsschmerzen bei der Einheilung kommen, für die wir Ihnen Schmerzmittel bei Bedarf verschreiben.
Am Tag der Operation sollten sie die Wunde kühlen, den Kopf aufrecht halten und sich nicht anstrengen. Auf das Rauchen sollten sie in den darauffolgenden 3 Tagen gänzlich verzichten. Ebenso sollten sie auf Alkohol, Rohmilchprodukte und Koffein verzichten.
Das Setzen eines Implantats ist heute ein Routineeingriff. In der Regel kommt es zu keinen größeren Komplikationen. Wie bei jedem chirurgischen Eingriff kann es auch bei der Implantat Setzung zu Schmerzen, Schwellung oder Entzündung kommen.
Es gibt verschiedene Maßnahmen, um ein Implantat zu setzen, wenn zu wenig Knochen vorhanden sein sollte. Hierzu zählen unter anderem ein Knochenaufbau oder die Anhebung der Kieferhöhle (Sinuslift).
Der Sinuslift ist ein Aufbau des Knochens der unteren Kieferhöhlenwand. Der Sinuslift kann notwendig sein, wenn zu wenig Knochenangebot im Oberkiefer vorhanden ist.
Jede Zahnsituation ist so individuell wie der Mensch selber. Gerne beraten wir Sie zu Ihrer persönlichen Mundgesundheit und Zahnsituation an unseren Standorten in Mönchengladbach bei unseren hochqualifizierten Spezialisten. Wir freuen uns auf Sie!