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Feste Zähne auf vier Implantaten pro Kiefer – eingesetzt in einer einzigen Operation und noch am selben Tag belastbar: Das ist das All-on-4-Konzept. Es richtet sich an Patienten, denen die meisten oder alle Zähne fehlen oder deren verbleibende Bezahnung nicht mehr erhaltungswürdig ist. Im Gegensatz zur herausnehmbaren Totalprothese bietet All-on-4 festsitzenden Zahnersatz ohne langwierigen Knochenaufbau – auch bei erheblichem Knochenschwund im Ober- oder Unterkiefer. Für Patienten, denen einzelne Zähne fehlen, bieten wir konventionelle Zahnimplantate an.
Die All-on-4-Methode wurde 1998 von Professor Dr. Paulo Maló (MaloClinic, Lissabon) entwickelt und ist heute weltweit klinisch etabliert. Ihr Kern ist die gezielte Nutzung vorhandener Knochensubstanz durch zwei axiale Frontzahnimplantate und zwei nach posterior abgewinkelte Implantate (bis 45°) im Seitenzahnbereich. Durch diese Neigung vergrößert sich die Auflagefläche des Implantats im Knochen und ermöglicht eine Sofortbelastung, ohne dass der für herkömmliche Implantate notwendige Knochenschwellenwert erreicht sein muss. Das Ergebnis ist eine brückengetragene Sofortversorgung mit in der Regel zehn Zähnen pro Kiefer, die noch am OP-Tag eingesetzt und direkt belastet werden kann. Wissenschaftliche Langzeitdaten zeigen eine Erfolgsrate von über 98 % bei adäquater Nachsorge.
All-on-4 ist indiziert bei vollständiger Zahnlosigkeit eines oder beider Kiefer sowie bei ausgedehntem Zahnverlust mit nicht erhaltungswürdiger Restbezahnung. Voraussetzung ist ein ausreichendes Restknochenangebot im Frontzahnbereich, das durch ein digitales Volumentomogramm (DVT) exakt vermessen wird. Bei extremem Knochenschwund im Oberkiefer kommen speziell entwickelte Zygoma-Implantate zum Einsatz, die im Jochbein (Os zygomaticum) verankert werden und auf einen Sinuslift oder Knochenaufbau vollständig verzichten. Allgemeine Kontraindikationen umfassen unkontrollierten Diabetes mellitus, aktive Bisphosphonat-Therapie und schwere Gerinnungsstörungen; diese werden im Rahmen der Anamnese individuell bewertet. Liegt eine aktive Parodontitis vor, muss diese vor der Implantation vollständig therapiert sein.
Nach einer ausführlichen Diagnostik mit DVT und Anästhesiegespräch erfolgt die Operation unter Sedierung (Dämmerschlaf oder Vollnarkose): Verbleibende nicht erhaltungswürdige Zähne werden entfernt, pro Kiefer vier Implantate nach computergestütztem Protokoll gesetzt und ein digitaler Abdruck genommen. Das zahntechnische Labor fertigt parallel die Sofortversorgungsbrücke. Noch am OP-Tag – in der Regel innerhalb weniger Stunden – werden die neuen Zähne eingesetzt und können direkt belastet werden. Nach 12 bis 24 Monaten, wenn die Osseointegration abgeschlossen und das Kiefergewebe stabil ist, wird die definitive hochfeste Brücke mit CAD/CAM-gefrästem Titangerüst und wahlweise Keramikverblendung eingegliedert. Die Eingriffe finden an unserem Standort Wickrath statt.
Unser Spezialist für All-on-4 und Zygoma-Implantate ist Dr. med. dent. Bernd Quantius, Master of Science Implantologie. Dr. Quantius wurde persönlich von Professor Dr. Paulo Maló an der MaloClinic in Lissabon ausgebildet und leitete von 2015 bis 2018 die erste MaloClinic in Deutschland. Er steht Ihnen an unseren Standorten Wickrath und Nordpark zur Verfügung. Für ein erstes Beratungsgespräch stehen Ihnen außerdem Dr. Cyrus Biazar, Dr. Oliver Welle und Dr. Julian Welle zur Verfügung.
All-on-4 in Mönchengladbach – informieren Sie sich über alle Themen rund um feste Zähne an einem Tag: